Ich steh an deiner Krippen hier…
An deine Krippe
führst du mich zur Zeit sehr oft,
Unfassbarer.
Und da steh ich dann
und schaue und staune,
bin sprachlos
im Innersten bewegt…
Deine Krippe steht nicht immer im Stall,
Unbegreiflicher…
und sie hat manchmal so gar nichts romantisches…
Deine Krippe steht manchmal auch
mitten in einer Intensivstation.
Der Stallgeruch mischt sich mit
Desinfektionsmittel und ein bisschen auch mit
dem Geruch von Krankheit und Sterben…
In der Stille (der Nacht und des Tages)
hör ich die Alarme piepsen,
die Beatmungsmaschinen atmen,
die Dialysegeräte vibrieren
Und da steh ich
an deiner Krippe und
DU begegnest mir,
vor allem in den Sterbenden…
bei ihnen darf ich stehen
mit ihnen die tiefste Todesnacht teilen
und so deutlich spüren,
dass DU Sonne wirst
Lichtvoller, Leuchtender über allem
Deine warmen, unendlich zärtlichen Strahlen
durchbrechen, durchleuchten durchglühen
die Todesnacht
Greifbar, ganz nah
leuchtet dein Licht,
leuchtest DU auf über der Finsternis
die uns bedeckt.
Deine Herrlichkeit erscheint
über den Sterbenden.
Weinend und tief bewegt darf ich da stehen
und Gast, Zeugin sein…
Staunend darf ich schauen
und Teil sein,
wenn die Sterbenden strahlen, in winzigen Augenblicken
Dir und deinem Glanz entgegen…
Die Herzen beben hier sowieso alle ein bisschen
und manchmal ist da auch ein winziger Funken Freude…
Fest des Lebens… irgendwie…
Deine unendliche Nähe,
Zärtlicher
öffnet die Herzen ganz weit..
Und ich steh da an deiner Krippe,
unendlich naher Gott
und weil ich nun nichts weiter kann
bleib ich anbetend stehen….
und staune… und schweige… und spüre…
Dein unfassbar warmes Licht,
das so liebevoll fließt
über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg
deine unendliche Liebe, die umarmt und fließt
über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg…
Ich steh an deiner Krippen hier
oh Jesu, du mein Leben
Ich komme bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben…