Stufen im Leben…

DU!
Sehnsucht
zieht mich hinaus
hinaus ins Weite
frische Luft atmen
Kühle
Wind bläst entgegen
Aufbruch…
grüne Glitzerwellen
bewegt…
Sehnsucht
Wolken spielen – dunkle und helle
dazwischen: der Himmel
Sei da DU!
Jeden Morgen neu

DU!
Fülle
Leben in Fülle
Überfüllung überstehen
DU!
schützendes, tannengrünes Zelt
DU!
Geborgenheit in der Flut, die hereinbricht
DU!
sicherer Ort – Stille
DU!
liebevolles Licht
kommst uns ganz nahe
Kind in der Krippe
Zuflucht und Halt
DU!
und doch wieder Aufbruch
wieder verlassen…
Platz machen für Andere
Ich kann nicht bleiben
Bleib da, DU!
einfach da DU!
Geh mit!

Du!
im Werden und Reifen
und ich darf wachsen
DIR entgegen
reifen
werden
zum Ich
loslassen, was war
helle Traurigkeit
helldunkle Traurigkeit
lösen und annehmen
liebevoll helldunkles Licht
Sei da DU!
im Reifen und Werden
sei da!

DU!
schwarzdunkle Nacht
liebevoll helldunkles Licht
Leere,
die sein darf
ganz ohne Trost
Und trotz allem Wärme
DU! bleibst
Wärme in mir
trotz allem Winter
in aller Nacht
Fernnaher DU!
Sei da, DU!
Augenblick und ewig
der Himmel so nah
Du!

Mehr zum Gebet

Dieses Gebet ist bei einem kontemplativen Adventwochenende mit einer Gruppe in Maria Eck entstanden.
Wir hatten Texte von David Steindl – Rast aus dem Buch „und ich mag mich nicht bewahren“  mit auf dem Weg…
Unterwegs mit einer typischen ChristaÜbung waren da plötzlich ganz viele Gedanken und Gefühle… und dieses Gebet ist entstanden…
Eindeutig ein UnterwegsGebet…
Und in dieser Übung hab ich zum ersten Mal die leise Ahnung bekommen, dass der Sommer irgendwann mal in den Herbst übergehen könnte…
Da war das eine Entdeckung, die noch ganz weit weg war….
Inzwischen find ich das sehr berührend, diesen Gedanken da so gefunden zu haben…