Eleonora Teil 1

Diesmal mit dabei: Schwester Angst (A); Schwester Sehnsucht(S); die große Geistin Liebe (L), Schwester Hoffnung (H) und natürlich der Lichtvolle- über-allem und sein Sohn

Es war einmal irgendwann, eine Frau – Eleonora wurde sie genannt.

Eigentlich lebte sie glücklich und zufrieden. Ihr Leben war oft durchsonnt… Das Strahlen des Lichtvollen- über- allem berührte von Zeit zu Zeit ihr Leben und sie liebte es, dass SEIN Licht manchmal durch sie strahlen durfte.
Manchmal aber, einfach so, unterwegs traf sie eine dunkle Gestalt, die ihr das Leben schwer machte… Es war die dunkle, hässliche Angst. Vor allem nachts und wenn es kalt war, war oft die Stunde der dunklen schweren Angst gekommen…

Sie stürzte dann auf Eleonora zu, egal, was die gerade machte, ganz egal… Heimlich und ganz leise schlich sie heran, ganz in Dunkel gehüllt… Viele Schleier aus schwarzen Ängsten, schwebten um sie herum. Und einfach so, ganz unvermittelt, legte sie immer wieder einen dieser AngstSchleier um Eleonora.
Oft fand sich Eleonora dann plötzlich ganz im Dunkel wieder, völlig allein war sie der dunklen, hässlichen Angst ausgeliefert, die sie zu Boden drückte, ihr manchmal sogar die Luft zum atmen nahm; ohnmächtig musste sie aushalten, wenn die hässliche Angst ihre Hände ausstreckte und ihre Krallen sich schmerzhaft um Eleonoras Herz legten:

Schwester Angst: „Hihihiiii…. hab ich dich wieder im Griff!! Du kannst machen, was du willst! Du entkommst mir nicht… Ich bin stärker als alles andere…“

Antworten konnte Eleonora der großen Angst da schon nicht mehr… zitternd und am Ende wartete sie, was dieses Mal auf sie zukommen würde…

Schwester Angst: „Jaaaa…. lauf nur wie eine Verrückte durch die Gegend!!! Renn!! Du entkommst mir nicht!! Vor mir kannst du nicht fliehen! Ich werd dich ja doch wieder einholen…. Hihihiiiiiiiii!!
Ja und schrei nur, zu IHM, dem Lichtvollen!! Es wird dir nichts helfen!! Hier lässt ER dich allein, ganz ALLEIN!!!! Hier ist MEIN Reich! Hier kommen SEINE Strahlen nicht durch….
Ich hab dich im Griff… du ganz ohnmächtig…ich hab hier ALLE Macht!!!“

Und die dunkle hässliche Angst umwehte die Frau mit ihren Schleiern, immer wieder…

Ohnmächtig, klein und dunkel, so fühlte sich Eleonora dann.
Aber es geschahen immer wieder kleine Wunder…
Menschen, die Eleonora befreiten, dir ihr zeigten: schau! Das Licht ist gar nicht weit, ER, der Lichtvolle- über- allem, er ist nicht fern… ist auch in deiner Ohnmacht da, verlässt dich nicht! ER selbst war ohnmächtig, ausgeliefert in seiner Erdenzeit… besonders in deiner Ohnmacht ist ER nah… auch wenn du das dann gerade nicht spürst…
Und die Frau merkte bald: diese Erdengeschwister sind Engel… Engel vom Lichtvollen in die Tiefe geschickt, Hoffnungsträger SEINER Strahlen… zu Eleonora in die tiefen dunklen Angst gestrahlt…
Als sie wiedermal am Rande der dunklen Angst saß und gerade abzustürzen drohte, hörte Eleonora plötzlich eine helle, ganz wunderschöne Stimme singen… Eleonora wurde so warm ums Herz und sie rückte ein bisschen vom Abgrund der Angst weg…
Und sie musste nicht lange warten, da sah sie schon die Schwester, die zur hellen wunderschönen Stimme gehörte… Sie sang in unendlich schönen, weichen Tönen gegen die Angst.. sie sang und ihre leuchtenden Schleier der Helligkeit, der Freude umwehten sie…
Ganz sanft legten sie die Schleier um Eleonora und berührten ihr Herz zutiefst. Schwester Sehnsucht umarmte Eleonora sanft, sooo sanft…
Und sie sang weiter… Die Töne waren so weich, dunkel und wundervoll…. es umwehte sie ein Geist, der aus unendlich weiter Ferne zu kommen schien…
Eleonora, die gerade noch bedroht war, wieder abzustürzen, in die Tiefe zur hässlichen dunklen Angst, war plötzlich ganz umgeben von Wärme, von Hoffnung und Liebe… wie in eine weiche Decke hüllte Schwester Sehnsucht sie ein…

Schwester Sehnsucht: „Ich bin da, um dich zu schützen, ich bin da, gesandt vom Lichtvollen… bin da… um dich und in dir, ich umgebe dich und umhülle dich…. und ich wecke neu die Sehnsucht in dir, die Sehnsucht nach dem Licht…

E: „du bist so unendlich zärtlich… du bringst in mir Saiten zum schwingen… Töne, die von einer ganz anderen Wirklichkeit erzählen…
Dein Dasein lässt den Lichtvollen ganz nah sein…. Ich spür, dass SEINE Liebe mich umgibt…. durch dich….
Schwester… meine Sehnsucht ist so groß…manchmal…
Kannst du mich beschützen vor der dunklen Angst, die mich runterzieht, die mich ohnmächtig macht, lähmt… immer wieder…?
S: Ohh… das kann ich leider nicht… losgehen musst du selbst… Aufbrechen… immer wieder zum Lichtvollen-über- allem, der da ist und immer schon war und sein wird, bis in Ewigkeit, der liebt und liebt und sein Licht strahlen lässt… bis in die dunkelste Dunkelheit…
Aber ich kann für dich Brücke sein…
Wer mir begegnet, dem werde ich Brücke… ins Andere… hinaus aus dem Dunkel hin zum liebevollen Licht… Über die Brücke gehen musst du selbst…
Ich war schon oft in deiner Nähe… wollte dir Brücke sein, in deiner Angst. Leider bist du da so oft hinunter gebeugt… schaust nur nach unten, ins Dunkle… traust dich gar nicht mehr, den Blick zu heben und aufzuschauen… zum Licht, zum Lichtvollen… bis so gefangen… und dann kann ich nichts tun…
Aber schau, heute hast du einen Blick gewagt… nach oben… aus der Dunkelheit in den aufbrechenden Tag, Richtung Licht… Ich bin hier… begleite dich… meine Töne können dir Brücke sein!
Ich hab schon bemerkt, dass du sie kennst, die Töne… dass sie dir seit Urzeiten vertraut sind… ich weiß, dass du dich raus wagst von Zeit Zeit… an den Rand des Lichts…an den Rand der Zeit…
Und ich will dir immer Hilfe sein… wenn du deinen Blick hebst… Richtung Dämmerung… wenn du dich fliegen traust in der Dunkelheit der Nacht…. ich versprech dir, dass ich dann immer da sein werde und mit dir Hand in Hand gehen werde… wir beide… getragen vom aufbrechenden Licht der Morgenröte… und von meinem Tönen… die die Zeiten verbinden… und die Grenzen von Raum und Zeit durchbrechen…
E: „ohhh Schwester Sehnsucht…
Ja, deine Töne haben mich erinnert… Klang, den ich seit Urzeiten kenne… der mich trägt und gehen lässt…
Die Flügel ausbreiten und losfliegen… ist manchmal so schwierig… weißt du, die Angst hält mich fest, zieht mich runter…
Ich kann dir gar nicht sagen, wie schrecklich die Angst für mich ist, Schwester… sie lähmt mich so… sie lässt mich so ganz zittern….ganz einsam sein…sie ist sooo mächtig…“ (Eleonora weint… und wie…)
S: (legt der Frau tröstend den Arm um die Schulter… die Freudeschleider berühren sie sacht…)
„Ich verrate dir jetzt ein Geheimnis… mit dem du vielleicht gar nicht rechnest… das vielleicht erschreckend ist für dich…
(flüstert)… so schlimm sich das anhört… die Angst ist… meine dunkle Schwester…. deine Angst ist die dunkle Seite deiner Sehnsucht…“
E: „o mein Gott: nein!!! Das kann gar nicht sein… Wie kann denn die Hässliche, Schreckliche nur deine Schwester sein… deine Schwester, dir nahe, Sehnsucht…Schwester Sehnsucht…
Und wenn sie deine Schwester ist… ja irgendwie auch meine…
Schwester An…. nein!!! Das kann ich gar nicht sagen, nicht mal denken!!“
S: „weißt du… du würdest das Licht nicht so lieben, ohne die Dunkelheit… den Tag nicht so, ohne die Nacht;
ich weiß, dass du ganz stark mit mir verbunden bist… darüber freu ich mich so sehr… aber gerade diese starke Bindung an mich, verbindet dich auch mit meiner dunklen Schwester…
Ich weiß, dass dir das jetzt ganz unmöglich scheint… aber vielleicht schaffst dus ja eines Tages sie wirklich auch als Schwester zu sehen… und nicht mehr als Feindin…
vielleicht gelingt Versöhnung mit ihr… vielleicht würde das in dir so manches lösen… deinen Kampf auflösen… die Feindschaft mit der Schwester… ich glaube, das könnte dein Leben hell machen…
Aber mach nicht zu schnell…
Lass dir Zeit… lass diesen unmöglichen Vorschlag wachsen…in dir… vielleicht…
E: „Schwester Ang… Puhhh… was ist das für eine Schwester, die mein Leben so schwer macht….??“
S: „also ehrlich gesagt hast du manchmal den falschen Blick… in deinen Augen ist die Schwester so viel größer, als sie in Wirklichkeit ist… manchmal hast du den falschen Blickwinkel… und… manchmal gibst du ihr zu viel Raum, lässt ihre dunklen Tücher zu nah an dich ran…
Ja… und wie gesagt dein Blick… Schau hinauf… ins Licht…. du darfst vertrauen!“
Schweigend saßen die Beiden ein Weilchen beieinander. Das Schweigen tat gut…aneinander gelehnt saßen sie da, die Sehnsucht und Eleonora….
Irgendwann begann die Sehnsucht zu summen… ihre warmen, zärtlichen Töne…und in den lichten Schleiern der Freude, der Sehnsucht, erhoben sich die Beiden… und wurden ganz leicht…. so unendlich leicht…die Sehnsucht zog Eleonora mit und Raum und Zeit begannen sich aufzulösen.. irgendwie…
Eleonora hörte die Töne der Sehnsucht und bewegte sich Hand in Hand mit ihr… dem Licht entgegen…
Ganz tief im Innersten spürte Eleonora… die schon ein bisschen vertraute Nähe des Lichtvollen…
Und sie kamen an eine Tür…
S: „das letzte Stück des Weges musst du allein gehen… Dort hinein, kann man nur allein gehen…“

Eleonora konnte schon nicht mehr anders… sie spürte so sehr die Liebe SEINES lebendigen Lichts….
Die Tür ging auf… ganz leicht… und die sprudelnden Wellen des lebendigen, liebevollen Lichts erschienen.
Sie gingen von einer Mitte aus, der Mitte, aus der alles Leben hervorquillt, seit Urzeiten…
Die Frau war unendlich ergriffen, umspült von der warmen, zärtlichen Liebe, die aus der Quelle allen Lebens sprudelte…
Staunend, unendlich bewegt, geliebt, umarmt stand sie da… einfach nur sprachlos…
Und wieder musste sie nur ganz leicht den Kopf heben… und da sah sie SIE…. die unfassbare Geistin Liebe…
Ihr Lächeln ließ die Frau zittern….im Innersten bewegt weinen…. unendliche Geborgenheit, ganz SEIN, wärmende Nähe…
L: „Willkommen, unendlich Geliebte!
Ich hab schon auf dich gewartet, du warst lange nicht mehr hier…“
in ihrem Lächeln lag so unendlich viel Zärtlichkeit und Zuneigung…
E: „Ich bin nicht zum 1. Mal hier, oder??
Zärtliche Geistin Liebe…. du bist mir so vertraut…“
G: „seit aller Ewigkeit bist du hier… im Augenblick und ewig…
alles Leben entspringt hier… alles… auch deines…im unendlich liebevollen Licht unseres zärtlichen Gottes, der liebt mit jeder Faser seines SEINS…
Und alles Leben geht zurück ins Licht… in seine liebevolle Umarmung…
Alle sind unendlich Geliebte, Erlöste, Befreite, Umarmte… aus SEINEM Licht…“
Es war so schön, in der Nähe der zärtlichen Geistin Liebe zu sitzen…
Eleonora fand, dass alle Wörter, das zerstören würden, was gerade IST… den Augenblick…
Sie wollte einfach nur da sein, sitzen, staunen, schweigen…. und SEINE Nähe genießen…
Die beiden genossen lange den Augenblick… das Sein, die Quelle…. SEIN Licht…
Und der Lichtvolle umarmte sie…und alle Geschöpfe…. In diesem Augenblick war alles Geschaffene eins…
Irgendwann fing die zärtliche Geistin Liebe an, ganz leise und sanft zu flüstern…
G: „es ist wunderschön, dass du dich manchmal so an den Rand wagst… in UNSERE Richtung…. in die Nähe des Lichts…
Schön, dass du UNS nahe sein willst, uns berühren willst…
Wunder_voll, dass du deinen Sinnen traust… am Rand des Lebens nach UNS zu greifen…. deine Töne verbinden sich manchmal am Rand des Lebens mit der Ewigkeit… und ich merke, dass du die Wellen SEINES Lichts manchmal spürst… über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg…
Ich weiß auch, dass du dir darüber manchmal Sorgen machst… was andere darüber denken… die nicht glauben können, dass SEIN Licht so nah da ist…
Mach dir da einfach keine Sorgen!!
Du darfst die Nähe einfach genießen, darfst dich einfach umarmen lassen….
E: (weint vor Ergriffenheit…)
„Unendliche Geistin Liebe… kannst du mir sagen, warum meine Angst so groß ist trotz all dem??
Mein Vertrauen manchmal so klein…“
G: „deine Schwester Sehnsucht hat dir ja schon einen Hinweis gegeben…
Wo unendlich helles Licht ist, ist auch unendlich tiefe Dunkelheit…
Deine Verbindung zum Licht ist da… kannst du nicht leugnen…
Und so ist da eben auch eine Verbindung zur Dunkelheit…
Es bleibt uns nicht verborgen, wenn du im Dunkeln sitzt…glaub mir, der Lichtvolle leidet so sehr mit dir… und schickt dir ohne Unterlass Strahlen seines liebevollen Lichts… Manchmal bemerkst du sie, die Lichtpunkte…
Du darfst darauf vertrauen, dass ER da ist… immer, einfach immer…
Und schau…. ER selbst…der Ursprung von allem, der Liebe über Liebe ist, hat seinen Sohn in die Schönheit und die Dunkelheit der Erde geschickt… ER, der Sohn war ausgeliefert… ohnmächtig… ER kennt deine Angst, deine Dunkelheit so genau… und ist dir ganz besonders nahe, wenns so ganz dunkel wird… mit jeder Faser seine Liebe umgibt er dich dann…“
Da war Eleonora einfach nur sprachlos… ohne Worte… und sie fühlte in sich, dass es wahr war…
Ganz leise hörte sie da die Stimme der Sehnsucht singen…
Sie schaute hinunter in die Dunkelheit… vorbei am Morgenstern, der gerade aufgegangen war… durch die Dämmerung… hinein in die tiefe Dunkelheit… und sie schaute noch weiter…
Und sah, dass um die Dunkelheit mit ihren vielen Schleiern und Tüchern ganz sacht das lebendige, liebevolle Licht strahlte, wie ein hauchdünner goldener Rahmen war auch die dunkle Angst umgeben von SEINEM Licht…

S: „Vielleicht kannst du dich an dieses Bild erinnern, wenn die dunkle Angst, meine und deine Schwester, ihren dunklen Schleier wieder mal um dich legen will, ihre Krallen dein Herz umfassen, sie dich in die Tiefe zu reißen scheint…
Und vielleicht wird ja irgendwann mein Traum für dich Wirklichkeit…
Du, versöhnt mit deiner Schwester Angst.
Jetzt, wo du weißt, dass auch sie umstrahlt ist, von SEINEM Licht…
(und – jetzt flüsterte Schwester Sehnsucht wieder – manchmal ist sie gar nicht so grausam, die Schwester, sondern will dich bewahren… wenn du zu viel vorhast, alles schaffen willst, manchmal ist sie es, die dich vorm Zuviel beschützt…. Sag dazu jetzt einfach nichts… lass den Gedanken und den Traum von Versöhnung wachsen… wie ein kleines Samenkorn… lass dir Zeit… vertrau….“
E: „Ach Schwester…. Es fällt mir immer noch schwer… Schwester Angst…
Aber Schwester Hoffnung umarmt mich gerade so ein bisschen…. Und flüstert leise in mein Ohr…“

H: „Die Versöhnung mit der dunklen Schwester wird dich befreien…erlösen…der ganze Kampf mit ihr, in dir wird nicht mehr sein…so viel Verhärtung, Verspannung, Verkrampfung… kann… darf… sich lösen… verwandeln…“

E: „Ohhh…. Schwestern… wär DAS schön…. „
Und Eleonora weint… Sehnsuchtstränen, Hoffnungstränen…
Und der Gesang der beiden Schwestern, begleitet Eleonora zurück in ihre Erdengegenwart….sanfte, dunkle, tiefe, liebevoll, zärtliche Töne:
S+H: „Durch die unendliche Liebe unseres Gottes wird dich besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes… und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens“….

 

Aus dem Heiligenlexikon zur Bedeutung des Namens:
Eleonora: aus dem arabischen/griechischen – Gott ist mein Licht

Diesmal mit dabei: Schwester Angst (A); Schwester Sehnsucht(S); die große Geistin Liebe (L), Schwester Hoffnung (H) und natürlich der Lichtvolle- über-allem und sein Sohn

Es war einmal…….irgendwann… eine Frau – Eleonora wurde sie genannt.
Eigentlich lebte sie glücklich und zufrieden. Ihr Leben war oft durchsonnt… Das Strahlen des Lichtvollen- über- allem berührte von Zeit zu Zeit ihr Leben und sie liebte es, dass SEIN Licht manchmal durch sie strahlen durfte.
Manchmal aber, einfach so, unterwegs traf sie eine dunkle Gestalt, die ihr das Leben schwer machte… Es war die dunkle, hässliche Angst. Vor allem nachts und wenn es kalt war, war oft die Stunde der dunklen schweren Angst gekommen…
Sie stürzte dann auf Eleonora zu, egal, was die gerade machte, ganz egal… Heimlich und ganz leise schlich sie heran, ganz in Dunkel gehüllt… Viele Schleier aus schwarzen Ängsten, schwebten um sie herum. Und einfach so, ganz unvermittelt, legte sie immer wieder einen dieser AngstSchleier um Eleonora.
Oft fand sich Eleonora dann plötzlich ganz im Dunkel wieder, völlig allein war sie der dunklen, hässlichen Angst ausgeliefert, die sie zu Boden drückte, ihr manchmal sogar die Luft zum atmen nahm; ohnmächtig musste sie aushalten, wenn die hässliche Angst ihre Hände ausstreckte und ihre Krallen sich schmerzhaft um Eleonoras Herz legten:
A: „Hihihiiii…. hab ich dich wieder im Griff!! Du kannst machen, was du willst! Du entkommst mir nicht… Ich bin stärker als alles andere…“
Antworten konnte Eleonora der großen Angst da schon nicht mehr… zitternd und am Ende wartete sie, was dieses Mal auf sie zukommen würde…
A: „Jaaaa…. lauf nur wie eine Verrückte durch die Gegend!!! Renn!! Du entkommst mir nicht!! Vor mir kannst du nicht fliehen! Ich werd dich ja doch wieder einholen…. Hihihiiiiiiiii!!
Ja und schrei nur, zu IHM, dem Lichtvollen!! Es wird dir nichts helfen!! Hier lässt ER dich allein, ganz ALLEIN!!!! Hier ist MEIN Reich! Hier kommen SEINE Strahlen nicht durch….
Ich hab dich im Griff… du ganz ohnmächtig…ich hab hier ALLE Macht!!!“
Und die dunkle hässliche Angst umwehte die Frau mit ihren Schleiern, immer wieder…

Ohnmächtig, klein und dunkel, so fühlte sich Eleonora dann.
Aber es geschahen immer wieder kleine Wunder…
Menschen, die Eleonora befreiten, dir ihr zeigten: schau! Das Licht ist gar nicht weit, ER, der Lichtvolle- über- allem, er ist nicht fern… ist auch in deiner Ohnmacht da, verlässt dich nicht! ER selbst war ohnmächtig, ausgeliefert in seiner Erdenzeit… besonders in deiner Ohnmacht ist ER nah… auch wenn du das dann gerade nicht spürst…
Und die Frau merkte bald: diese Erdengeschwister sind Engel… Engel vom Lichtvollen in die Tiefe geschickt, Hoffnungsträger SEINER Strahlen… zu Eleonora in die tiefen dunklen Angst gestrahlt…
Als sie wiedermal am Rande der dunklen Angst saß und gerade abzustürzen drohte, hörte Eleonora plötzlich eine helle, ganz wunderschöne Stimme singen… Eleonora wurde so warm ums Herz und sie rückte ein bisschen vom Abgrund der Angst weg…
Und sie musste nicht lange warten, da sah sie schon die Schwester, die zur hellen wunderschönen Stimme gehörte… Sie sang in unendlich schönen, weichen Tönen gegen die Angst.. sie sang und ihre leuchtenden Schleier der Helligkeit, der Freude umwehten sie…
Ganz sanft legten sie die Schleier um Eleonora und berührten ihr Herz zutiefst. Schwester Sehnsucht umarmte Eleonora sanft, sooo sanft…
Und sie sang weiter… Die Töne waren so weich, dunkel und wundervoll…. es umwehte sie ein Geist, der aus unendlich weiter Ferne zu kommen schien…
Eleonora, die gerade noch bedroht war, wieder abzustürzen, in die Tiefe zur hässlichen dunklen Angst, war plötzlich ganz umgeben von Wärme, von Hoffnung und Liebe… wie in eine weiche Decke hüllte Schwester Sehnsucht sie ein…
S: „Ich bin da, um dich zu schützen, ich bin da, gesandt vom Lichtvollen… bin da… um dich und in dir, ich umgebe dich und umhülle dich…. und ich wecke neu die Sehnsucht in dir, die Sehnsucht nach dem Licht…
E: „du bist so unendlich zärtlich… du bringst in mir Saiten zum schwingen… Töne, die von einer ganz anderen Wirklichkeit erzählen…
Dein Dasein lässt den Lichtvollen ganz nah sein…. Ich spür, dass SEINE Liebe mich umgibt…. durch dich….
Schwester… meine Sehnsucht ist so groß…manchmal…
Kannst du mich beschützen vor der dunklen Angst, die mich runterzieht, die mich ohnmächtig macht, lähmt… immer wieder…?
S: Ohh… das kann ich leider nicht… losgehen musst du selbst… Aufbrechen… immer wieder zum Lichtvollen-über- allem, der da ist und immer schon war und sein wird, bis in Ewigkeit, der liebt und liebt und sein Licht strahlen lässt… bis in die dunkelste Dunkelheit…
Aber ich kann für dich Brücke sein…
Wer mir begegnet, dem werde ich Brücke… ins Andere… hinaus aus dem Dunkel hin zum liebevollen Licht… Über die Brücke gehen musst du selbst…
Ich war schon oft in deiner Nähe… wollte dir Brücke sein, in deiner Angst. Leider bist du da so oft hinunter gebeugt… schaust nur nach unten, ins Dunkle… traust dich gar nicht mehr, den Blick zu heben und aufzuschauen… zum Licht, zum Lichtvollen… bis so gefangen… und dann kann ich nichts tun…
Aber schau, heute hast du einen Blick gewagt… nach oben… aus der Dunkelheit in den aufbrechenden Tag, Richtung Licht… Ich bin hier… begleite dich… meine Töne können dir Brücke sein!
Ich hab schon bemerkt, dass du sie kennst, die Töne… dass sie dir seit Urzeiten vertraut sind… ich weiß, dass du dich raus wagst von Zeit Zeit… an den Rand des Lichts…an den Rand der Zeit…
Und ich will dir immer Hilfe sein… wenn du deinen Blick hebst… Richtung Dämmerung… wenn du dich fliegen traust in der Dunkelheit der Nacht…. ich versprech dir, dass ich dann immer da sein werde und mit dir Hand in Hand gehen werde… wir beide… getragen vom aufbrechenden Licht der Morgenröte… und von meinem Tönen… die die Zeiten verbinden… und die Grenzen von Raum und Zeit durchbrechen…
E: „ohhh Schwester Sehnsucht…
Ja, deine Töne haben mich erinnert… Klang, den ich seit Urzeiten kenne… der mich trägt und gehen lässt…
Die Flügel ausbreiten und losfliegen… ist manchmal so schwierig… weißt du, die Angst hält mich fest, zieht mich runter…
Ich kann dir gar nicht sagen, wie schrecklich die Angst für mich ist, Schwester… sie lähmt mich so… sie lässt mich so ganz zittern….ganz einsam sein…sie ist sooo mächtig…“ (Eleonora weint… und wie…)
S: (legt der Frau tröstend den Arm um die Schulter… die Freudeschleider berühren sie sacht…)
„Ich verrate dir jetzt ein Geheimnis… mit dem du vielleicht gar nicht rechnest… das vielleicht erschreckend ist für dich…
(flüstert)… so schlimm sich das anhört… die Angst ist… meine dunkle Schwester…. deine Angst ist die dunkle Seite deiner Sehnsucht…“
E: „o mein Gott: nein!!! Das kann gar nicht sein… Wie kann denn die Hässliche, Schreckliche nur deine Schwester sein… deine Schwester, dir nahe, Sehnsucht…Schwester Sehnsucht…
Und wenn sie deine Schwester ist… ja irgendwie auch meine…
Schwester An…. nein!!! Das kann ich gar nicht sagen, nicht mal denken!!“
S: „weißt du… du würdest das Licht nicht so lieben, ohne die Dunkelheit… den Tag nicht so, ohne die Nacht;
ich weiß, dass du ganz stark mit mir verbunden bist… darüber freu ich mich so sehr… aber gerade diese starke Bindung an mich, verbindet dich auch mit meiner dunklen Schwester…
Ich weiß, dass dir das jetzt ganz unmöglich scheint… aber vielleicht schaffst dus ja eines Tages sie wirklich auch als Schwester zu sehen… und nicht mehr als Feindin…
vielleicht gelingt Versöhnung mit ihr… vielleicht würde das in dir so manches lösen… deinen Kampf auflösen… die Feindschaft mit der Schwester… ich glaube, das könnte dein Leben hell machen…
Aber mach nicht zu schnell…
Lass dir Zeit… lass diesen unmöglichen Vorschlag wachsen…in dir… vielleicht…
E: „Schwester Ang… Puhhh… was ist das für eine Schwester, die mein Leben so schwer macht….??“
S: „also ehrlich gesagt hast du manchmal den falschen Blick… in deinen Augen ist die Schwester so viel größer, als sie in Wirklichkeit ist… manchmal hast du den falschen Blickwinkel… und… manchmal gibst du ihr zu viel Raum, lässt ihre dunklen Tücher zu nah an dich ran…
Ja… und wie gesagt dein Blick… Schau hinauf… ins Licht…. du darfst vertrauen!“
Schweigend saßen die Beiden ein Weilchen beieinander. Das Schweigen tat gut…aneinander gelehnt saßen sie da, die Sehnsucht und Eleonora….
Irgendwann begann die Sehnsucht zu summen… ihre warmen, zärtlichen Töne…und in den lichten Schleiern der Freude, der Sehnsucht, erhoben sich die Beiden… und wurden ganz leicht…. so unendlich leicht…die Sehnsucht zog Eleonora mit und Raum und Zeit begannen sich aufzulösen.. irgendwie…
Eleonora hörte die Töne der Sehnsucht und bewegte sich Hand in Hand mit ihr… dem Licht entgegen…
Ganz tief im Innersten spürte Eleonora… die schon ein bisschen vertraute Nähe des Lichtvollen…
Und sie kamen an eine Tür…
S: „das letzte Stück des Weges musst du allein gehen… Dort hinein, kann man nur allein gehen…“

Eleonora konnte schon nicht mehr anders… sie spürte so sehr die Liebe SEINES lebendigen Lichts….
Die Tür ging auf… ganz leicht… und die sprudelnden Wellen des lebendigen, liebevollen Lichts erschienen.
Sie gingen von einer Mitte aus, der Mitte, aus der alles Leben hervorquillt, seit Urzeiten…
Die Frau war unendlich ergriffen, umspült von der warmen, zärtlichen Liebe, die aus der Quelle allen Lebens sprudelte…
Staunend, unendlich bewegt, geliebt, umarmt stand sie da… einfach nur sprachlos…
Und wieder musste sie nur ganz leicht den Kopf heben… und da sah sie SIE…. die unfassbare Geistin Liebe…
Ihr Lächeln ließ die Frau zittern….im Innersten bewegt weinen…. unendliche Geborgenheit, ganz SEIN, wärmende Nähe…
L: „Willkommen, unendlich Geliebte!
Ich hab schon auf dich gewartet, du warst lange nicht mehr hier…“
in ihrem Lächeln lag so unendlich viel Zärtlichkeit und Zuneigung…
E: „Ich bin nicht zum 1. Mal hier, oder??
Zärtliche Geistin Liebe…. du bist mir so vertraut…“
G: „seit aller Ewigkeit bist du hier… im Augenblick und ewig…
alles Leben entspringt hier… alles… auch deines…im unendlich liebevollen Licht unseres zärtlichen Gottes, der liebt mit jeder Faser seines SEINS…
Und alles Leben geht zurück ins Licht… in seine liebevolle Umarmung…
Alle sind unendlich Geliebte, Erlöste, Befreite, Umarmte… aus SEINEM Licht…“
Es war so schön, in der Nähe der zärtlichen Geistin Liebe zu sitzen…
Eleonora fand, dass alle Wörter, das zerstören würden, was gerade IST… den Augenblick…
Sie wollte einfach nur da sein, sitzen, staunen, schweigen…. und SEINE Nähe genießen…
Die beiden genossen lange den Augenblick… das Sein, die Quelle…. SEIN Licht…
Und der Lichtvolle umarmte sie…und alle Geschöpfe…. In diesem Augenblick war alles Geschaffene eins…
Irgendwann fing die zärtliche Geistin Liebe an, ganz leise und sanft zu flüstern…
G: „es ist wunderschön, dass du dich manchmal so an den Rand wagst… in UNSERE Richtung…. in die Nähe des Lichts…
Schön, dass du UNS nahe sein willst, uns berühren willst…
Wunder_voll, dass du deinen Sinnen traust… am Rand des Lebens nach UNS zu greifen…. deine Töne verbinden sich manchmal am Rand des Lebens mit der Ewigkeit… und ich merke, dass du die Wellen SEINES Lichts manchmal spürst… über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg…
Ich weiß auch, dass du dir darüber manchmal Sorgen machst… was andere darüber denken… die nicht glauben können, dass SEIN Licht so nah da ist…
Mach dir da einfach keine Sorgen!!
Du darfst die Nähe einfach genießen, darfst dich einfach umarmen lassen….
E: (weint vor Ergriffenheit…)
„Unendliche Geistin Liebe… kannst du mir sagen, warum meine Angst so groß ist trotz all dem??
Mein Vertrauen manchmal so klein…“
G: „deine Schwester Sehnsucht hat dir ja schon einen Hinweis gegeben…
Wo unendlich helles Licht ist, ist auch unendlich tiefe Dunkelheit…
Deine Verbindung zum Licht ist da… kannst du nicht leugnen…
Und so ist da eben auch eine Verbindung zur Dunkelheit…
Es bleibt uns nicht verborgen, wenn du im Dunkeln sitzt…glaub mir, der Lichtvolle leidet so sehr mit dir… und schickt dir ohne Unterlass Strahlen seines liebevollen Lichts… Manchmal bemerkst du sie, die Lichtpunkte…
Du darfst darauf vertrauen, dass ER da ist… immer, einfach immer…
Und schau…. ER selbst…der Ursprung von allem, der Liebe über Liebe ist, hat seinen Sohn in die Schönheit und die Dunkelheit der Erde geschickt… ER, der Sohn war ausgeliefert… ohnmächtig… ER kennt deine Angst, deine Dunkelheit so genau… und ist dir ganz besonders nahe, wenns so ganz dunkel wird… mit jeder Faser seine Liebe umgibt er dich dann…“
Da war Eleonora einfach nur sprachlos… ohne Worte… und sie fühlte in sich, dass es wahr war…
Ganz leise hörte sie da die Stimme der Sehnsucht singen…
Sie schaute hinunter in die Dunkelheit… vorbei am Morgenstern, der gerade aufgegangen war… durch die Dämmerung… hinein in die tiefe Dunkelheit… und sie schaute noch weiter…
Und sah, dass um die Dunkelheit mit ihren vielen Schleiern und Tüchern ganz sacht das lebendige, liebevolle Licht strahlte, wie ein hauchdünner goldener Rahmen war auch die dunkle Angst umgeben von SEINEM Licht…

S: „Vielleicht kannst du dich an dieses Bild erinnern, wenn die dunkle Angst, meine und deine Schwester, ihren dunklen Schleier wieder mal um dich legen will, ihre Krallen dein Herz umfassen, sie dich in die Tiefe zu reißen scheint…
Und vielleicht wird ja irgendwann mein Traum für dich Wirklichkeit…
Du, versöhnt mit deiner Schwester Angst.
Jetzt, wo du weißt, dass auch sie umstrahlt ist, von SEINEM Licht…
(und – jetzt flüsterte Schwester Sehnsucht wieder – manchmal ist sie gar nicht so grausam, die Schwester, sondern will dich bewahren… wenn du zu viel vorhast, alles schaffen willst, manchmal ist sie es, die dich vorm Zuviel beschützt…. Sag dazu jetzt einfach nichts… lass den Gedanken und den Traum von Versöhnung wachsen… wie ein kleines Samenkorn… lass dir Zeit… vertrau….“
E: „Ach Schwester…. Es fällt mir immer noch schwer… Schwester Angst…
Aber Schwester Hoffnung umarmt mich gerade so ein bisschen…. Und flüstert leise in mein Ohr…“

H: „Die Versöhnung mit der dunklen Schwester wird dich befreien…erlösen…der ganze Kampf mit ihr, in dir wird nicht mehr sein…so viel Verhärtung, Verspannung, Verkrampfung… kann… darf… sich lösen… verwandeln…“

E: „Ohhh…. Schwestern… wär DAS schön…. „
Und Eleonora weint… Sehnsuchtstränen, Hoffnungstränen…
Und der Gesang der beiden Schwestern, begleitet Eleonora zurück in ihre Erdengegenwart….sanfte, dunkle, tiefe, liebevoll, zärtliche Töne:
S+H: „Durch die unendliche Liebe unseres Gottes wird dich besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes… und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens“….

 

Aus dem Heiligenlexikon zur Bedeutung des Namens:
Eleonora: aus dem arabischen/griechischen – Gott ist mein Licht